Definition: Blümchensex
Blümchensex (auch bekannt als Vanillasex, Kuschelsex oder Gänseblümchensex) ist eine alltägliche Bezeichnung für einen besonders zärtlichen Geschlechtsverkehr, frei von jeglichen Aggressionen oder Fetischen. Oftmals wird Blümchensex abwertend oder sogar als Beleidigung verwendet, um jemanden als „spießig“ oder „langweilig“ zu bezeichnen. Für viele junge und vor allem unerfahrene Paare ist das anfangs die beste Stellung, um nichts zu überstürzen und sich intensiver kennenzulernen. Nichtsdestotrotz erfreuen sich auch langjährige Beziehungen an Blümchensex, da man sich schlichtweg mehr Zeit füreinander nimmt und sich lange und intensiv streichelt. Dabei muss es nicht unbedingt zum Geschlechtsverkehr kommen, da im Vordergrund Romantik, Kuscheln und Zärtlichkeiten im Allgemeinen stehen.
Wortherkunft
Die genaue Wortherkunft von Blümchensex ist nicht eindeutig dokumentiert. Es wird angenommen, dass der Begriff in den 1970er oder 1980er Jahren entstanden ist und seitdem im deutschen Sprachgebrauch verbreitet ist. Oft wird es auch humorvoll oder abwertend verwendet, um auf eine sehr konventionelle oder langweilige Art von Sex hinzuweisen, die wenig Experimentierfreude oder Leidenschaft zeigt.
Die Idee hinter dem Begriff lässt sich auch mit dem Bild von Bienen verknüpfen, die Blumen bestäuben. Wenn du an Bienen denkst, wie sie von Blüte zu Blüte fliegen, um Nektar zu sammeln, bekommst du ein Gefühl für diese sanfte und zielgerichtete Bewegung. Genau dieses Bild bringt die Idee von Blümchensex rüber – es geht um eine sanfte und liebevolle Annäherung, fast so, als ob jemand vorsichtig eine Blume bestäubt. Diese natürliche Interaktion zwischen Bienen und Blumen unterstreicht die Zärtlichkeit und Aufmerksamkeit, die auch beim Blümchensex im Mittelpunkt steht. Es ist eine natürliche, einfühlsame Art der Intimität, die sowohl schön als auch wichtig ist.
Einerseits könnte eine Analogie zum oben erwähnten „Blümchenkaffee“ bestehen, andererseits erinnert der Ausdruck an die Vorstellung von Blumen und Bienen. Die direkte Verknüpfung von Sexualität und Blümchen wird von vielen als altmodisch und eher negativ betrachtet.
Darum lohnt es sich
Der Alltag lässt oft wenig Raum für Romantik, weshalb der sanfte und liebevolle Sex eine besondere Bedeutung erhält. Beim liebevollen Sex werden klassische Sexstellungen, wie beispielsweise die Missionarsstellung oder die vertraute Löffelchenstellung neu entdeckt und oftmals auch intensiver empfunden. Liebevoller Sex ist alles andere als langweilig und ist alles was man braucht nach einem anstrengenden und stressigen Tag. So kann man es an einem Tag etwas ruhiger angehen, während man am nächsten mit Rollenspielen und anderen Stellungen und Praktiken experimentiert. Abwechslung bereichert das Liebesleben und sorgt für Spannung, insbesondere im Schlafzimmer.
Die Assoziation mit „Blümchensex“ ist für viele Menschen heutzutage negativ behaftet. Das liegt jedoch nicht an der Praxis selbst, sondern an der Tatsache, sich beweisen zu müssen und nach außen „hart“ und „dominant“ zu wirken. Daher suchen immer mehr Frauen und Männer auch beim Sex nach Härte und Dominanz, die ihr restliches Leben prägen. Dabei ist der Gedanke, nicht immer hart und dominant sein zu müssen, ziemlich befreiend. Hierbei können sich Paare intensiv aufeinander konzentrieren einlassen, um sich gegenseitig zu verwöhnen und zu erkunden.
Sexstellungen für Blümchensex
Blümchensex bietet zahlreiche Vorteile. Er ermöglicht es Paaren, sowohl körperlich, als auch emotional zu entspannen, vor allem an stressigen Tagen, an denen ohnehin die Kraft für sportliche Aktivitäten fehlt. Folgende Aspekte stehen im Vordergrund:
- Körperliche Nähe
- Befriedigung
- Sinnlichkeit
- Zärtlichkeiten
- Romantik
- Missionarsstellung
- Lotusstellung
- Elefantenstellung
- Löffelchenstellung
- Liebesknoten
Tipps für Blümchensex
Um sicherzustellen, dass Intimität im Alltag nicht zu kurz kommt, eignet sich Blümchensex besonders gut, um ihn in diesen zu integrieren. Dadurch, dass man keine sportliche Höchstleistung erbringen muss, da der Fokus auf Zärtlichkeit und Intimität liegt, lässt sich dieser leichter in den Alltag einbeziehen als eine schnelle Nummer, für die beide am Ende des Tages keine Kraft haben. Bei dieser Art von Sex geht es darum, dass sich die Partner lieben, respektieren und vor allem gemeinsam Zeit verbringen und diese auch genießen.
Blümchensex am Morgen:
Statt bis zur letzten Minute im Bett zu bleiben und dann überhastet aufzustehen, ist es oft viel angenehmer, sich bereits am Morgen liebevoll zu streicheln und Zärtlichkeiten auszutauschen. Viele Paare stellen daher den Wecker etwas früher ein, um noch etwa 15 Minuten lang miteinander zu kuscheln, bevor der stressige Tag beginnt.
Blümchensex über den Tag verteilt:
Aufgrund von Arbeitsverpflichtungen haben nur wenige Paare das Privileg, sich während des Tages zu sehen und Zärtlichkeiten auszutauschen. Die kurzen Momente der Nähe kommen oft viel zu kurz. Ein kurzes Videotelefonat über das Smartphone während der Mittagspause kann eine einfache Lösung sein. Schon ein intensiver Blick kann viel Nähe vermitteln.
Blümchensex am Abend:
Wer sich nach einem langen Arbeitstag gemeinsam Zeit nimmt, sich fest in den Arm nimmt und einige Minuten lang kuschelt, investiert kaum Zeit, erholt sich jedoch spürbar und geistig.