Definition: PMS
Das prämenstruelle Syndrom ist eine beschwerdebelastete Phase, die zyklusbedingt normalerweise in der zweiten Hälfte des Menstruationszyklus auftritt – nach dem Eisprung und vor der Menstruation. Die Symptome zeigen sich üblicherweise ein bis zwei Wochen vor der Menstruation und verschwinden meist mit dem ersten oder zweiten Blutungstag. PMS äußert sich durch eine Kombination aus körperlichen und psychischen Symptomen und betrifft schätzungsweise jede dritte bis zweite menstruierende Person im fruchtbaren Alter – in sehr unterschiedlicher Ausprägung.
Woher kommt PMS?
- Chronischer Stress oder psychische Belastungen
- Empfindlichkeit gegenüber hormonellen Schwankungen
- Ungesunde Lebensweise (z. B. viel Zucker, wenig Bewegung)
- Mangel an Vitaminen oder Mineralstoffen
- Familiäre Veranlagung
Wie zeigt sich PMS?
Körperliche Symptome können sein:
- Spannungsgefühl oder Schmerzen in der Brust
- Völlegefühl, Verdauungsprobleme, Blähungen
- Wassereinlagerungen, besonders in Händen, Füßen oder Gesicht
- Kopf- oder Gliederschmerzen
- Müdigkeit, Energielosigkeit
- Hautveränderungen (z. B. Pickel)
Psychische und emotionale Begleiterscheinungen:
- Nervosität, Gereiztheit
- Stimmungstiefs oder Traurigkeit
- Schlafstörungen
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Gefühl innerer Unruhe oder Überforderung
Wenn PMS zur Belastung wird: PMDS
Was hilft gegen PMS?
1. Ernährung bewusst gestalten
- Reduziere Zucker, Weißmehl, Koffein und Alkohol
- Iss magnesium- und kalziumreiche Lebensmittel (z. B. Haferflocken, grünes Gemüse)
- Achte auf regelmäßige, ausgewogene Mahlzeiten
2. Mehr Bewegung & Entspannung
- Sportarten wie Yoga, Radfahren oder Schwimmen wirken positiv auf Körper und Stimmung
- Achtsamkeit, Meditation oder progressive Muskelentspannung helfen gegen innere Unruhe •
- Regelmäßiger Schlaf und Pausen im Alltag fördern das hormonelle Gleichgewicht
3. Natürliche und pflanzliche Mittel
- Mönchspfeffer (Agnus castus) kann den Hormonhaushalt stabilisieren
- Johanniskraut kann bei leichten depressiven Verstimmungen helfen (Vorsicht bei Wechselwirkungen!)
- Kräutertees mit Schafgarbe, Melisse oder Frauenmantel wirken entspannend
4. Medizinische Unterstützung
- Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Naproxen bei starken körperlichen Beschwerden
- In schwereren Fällen: hormonelle Therapie (z. B. hormonelle Verhütung) • Bei PMDS ggf. Antidepressiva in niedriger Dosis – nur in ärztlicher Begleitung