Klassische SM-Möbel
Es gibt eine bunte Auswahl an SM-Möbeln, die aber verschiedene Zwecke erfüllen und unterschiedlich eingesetzt werden können.
Das Andreaskreuz
Eines der geläufigsten SM-Möbel ist das Andreaskreuz. Es wird meist aus Holz oder Metall in Form eines X hergestellt. Daran wird der Bottom angebunden, wobei der Top dann sowohl vorne als auch hinten agieren kann. Aufgrund der Form eines X sind die Extremitäten des Bottoms gespreizt und können mit Seilen oder Manschetten befestigt werden.
Vorwiegend steht der Bottom aber mit den Füßen auf dem Boden, damit keine Verletzungen entstehen. Als Alternative gibt es aber auch T-Kreuze. Der Nachteil hierbei ist, dass die Beine nicht gespreizt sind und der Top dadurch seine Fantasien nicht komplett ausleben kann.3
Der gynäkologische Stuhl
Der gynäkologische Stuhl ist den meisten vom Frauenarzt bekannt. Doch auch im BDSM darf der gynäkologische Stuhl nicht fehlen. Dadurch, dass der Bottom seine Beine spreizen und auf den Beinhalterungen ablegen muss, hat der Top einen uneingeschränkten Zugang zum Intimbereich des Bottoms. Es können also viele Fantasien ohne Hindernis ausgelebt werden.3
Der Pranger
Auch der Pranger gehört zu den SM-Möbeln, die aus zwei Brettern bestehen. Diese Bretter sind mit Scharnieren zusammengefügt und werden an einem Pfahl befestigt. Seitlich sind Ösen, an denen das SM-Möbelstück angebracht wird. Die Bretter haben Löcher für den Hals und die Arme des Bottoms.
Oftmals ist der Pranger verziert und gepolstert. Genutzt wird der Pranger vorwiegend, um den Bottom zu fixieren. Bei manchen Ausführungen ist zudem auch die Fixierung der Beine und Arme möglich. Wegen der Bauweise des Prangers wird der Bottom oft nach vorne gebeugt.3
Die Sklavenbox bzw. Black Box
Die Sklavenbox ist eine Kiste aus Holz oder Metall, in der der Bottom eingeschlossen werden kann. Oftmals ist die Kiste sehr klein, damit der Bottom sich nicht selbständig bewegen kann. Meist kann kein Licht in die Box scheinen, jedoch gibt es auch Ausführungen, die Öffnungen für die Augen beinhalten. Auch möglich ist es, dass es Öffnungen für den Mund oder andere Teile des Körpers gibt. In der Black Box gibt es zudem manchmal weitere Elemente, die die Lust steigern, wie beispielsweise Dildos oder Haken.3
Der Sklavenkäfig
Der Bottom findet gerade noch Platz in dem Sklavenkäfig, sodass er seine Position aber nicht selbst verändern kann. Je nach Ausführung hat der Bottom keine andere Möglichkeit als konstant zu sitzen, zu stehen oder zu liegen. Oftmals gibt es an der Innenseite des Käfigs Möglichkeiten zur Fixierung des Bottoms.3
Der Sling oder auch Liebesschaukel genannt
Für die Befestigung der Liebesschaukel gibt es spezielle Konstruktionen oder man bringt sie einfach an der Decke an. Der Top kann den Bottom mit Gurten an der Schaukel fixieren, damit er einen uneingeschränkten Zugang zum Intimbereich des Bottoms hat. Sowohl Geschlechtsverkehr als auch Qualen sind somit möglich. Der Sling kann aber auch für zärtliche Liebesspiele eingesetzt werden.3
Die Smotherbox
Eine andere Bezeichnung für die Smotherbox ist Oralbox oder Toilettenbox. Das SM-Möbelstück, das einer Kiste ähnelt, bietet dem Top die Möglichkeit, sich auf das Gesicht des Bottoms zu setzen. Dadurch kann neben dem Facesitting auch eine Atemeinschränkung erzeugt werden. Auch der Oralverkehr kann mit der Smotherbox auf ein anderes Level gebracht werden. Zudem besteht die Möglichkeit, dass der Top auf den Bottom uriniert.3
Der spanische Reiter
Diese Variante der SM-Möbel zeichnet sich durch ein nach oben hin zugespitztes Querholz aus, worauf der Bottom fixiert wird. Der Sklave kann dann mit den Füßen den Boden nicht mehr berühren. Der Bottom ruht also mit seinem ganzen Gewicht auf der Kante. Zusätzlich kann der Druck erhöht werden, indem an den Beinen Gewichte angebracht werden. Meist ist die Kante zwar gepolstert, jedoch erzeugt es trotzdem ein unangenehmes Gefühl. Verletzungsgefahr besteht aber dennoch nicht.3
Die Streckbank oder der Streckreiter
Viele SM-Möbel basieren auf historischen Gegenständen. Dieses SM-Möbelstück aus Holz beruht auf der historischen Streckbank. Der Sklave muss an den Händen und Füßen mit Ketten und Seilen fixiert werden. Diese werden mit Kurbeln gespannt. Es kommt zu einem Zug auf die Gelenke, welcher schmerzhaft ist. Es sollte aber nicht zu Überdehnungen kommen, um der Verletzungsgefahr vorzubeugen.3
Der Toilettenstuhl
Toilettenstühle kommen eigentlich aus der Krankenpflege und wurden an den BDSM-Bereich angepasst. Die Toilette wird auf dem Kopf des Sklaven befestigt. Dies ermöglicht dem Top, seine Exkremente direkt auf den Bottom abzulassen.3
Das Vakuumbett
Das Vakuumbett ist mit einem Ganzkörperschlafsack zu vergleichen, in dem die komplette Luft abgesaugt werden kann. Der Bottom fühlt sich dadurch zusätzlich fixiert. Als Material wird überwiegend Latex verwendet, was die Erregung bei einem Latex-Fetisch zusätzlich steigern kann.3