Definition: Vaginalorgasmus
Mit dem richtigen Training zum Vaginalorgasmus
Die Fähigkeit, einen Vaginalorgasmus zu erreichen, kann durch verschiedene Methoden gefördert werden, einschließlich Beckenbodentraining, welches die Muskeln stärkt, die während des Orgasmus involviert sind. Techniken wie tiefe Atemübungen, Meditation und Achtsamkeitspraktiken können ebenfalls dazu beitragen, das Bewusstsein und die Sensibilität im vaginalen Bereich zu erhöhen. Sexualtherapeuten können auch den Einsatz von „G-Punkt“-Stimulatoren vorschlagen, um die Chancen auf einen Vaginalorgasmus zu verbessern, obwohl dies individuell variieren kann.
Hier noch einige Punkte, die dabei verhelfen können, einen vaginalen Höhepunkt zu erlangen:
- Mehr ausprobieren bei der Selbstbefriedigung. Die eigene Anatomie zu verstehen, kann wesentlich dazu beitragen das eigene Lustempfinden besser kennenzulernen. So ist es leichter herauszufinden, welche Berührungen besonders angenehm sind und welche nicht. Für einen Vaginalorgasmus, ist es wichtig die sogenannte G-Zone zu finden. Dabei führst du deinen Finger ein und streichst ihn entlang der Vaginaoberseite.
- · Sextoys als Hilfsmittel verwenden. Wenn es mit dem Finger nicht so klappen will, kann auch ein Sexspielzeug helfen. Insbesondere Vibratoren oder Dildos, die vorne leicht gekrümmt sind, können die ersehnte Befriedigung hervorrufen.
- Den eigenen Körper öfter berühren. Insbesondere das eigene Geschlechtsorgan auch mehr in einem nicht sexuellen Kontext anzufassen. Eine regelmäßige Berührungsroutine aufzubauen, wie zum Beispiel das Abtasten der Vaginalwand für ein bis zwei Minuten am Tag, kann bereits dazu führen, dass man mit der Zeit sensibler wird und mehr spürt.
- Vorfreude durch ein langes Vorspiel aufbauen. Ein gutes Vorspiel macht, durch die Konzentration auf möglichst viele erogene Zonen, den Höhepunkt intensiver. Zellen am ganzen Körper werden dadurch stimuliert, sodass mehr Nervenimpulse im Gehirn ankommen.
- Die richtige Stellung für einen Vaginalorgasmus finden. Verschiedene Sexstellungen wie zum Beispiel die Löffelchen-Position, die Missionarsstellung und insbesondere die Reiterstellung eignen sich besonders gut für einen Vaginalorgasmus. So kann die G-Zone stimuliert werden und die Frau zum vaginalen Höhepunkt kommen
Sexualtherapeuten betonen oft, dass sexuelle Reaktionen individuell sehr unterschiedlich sind und raten daher von einem Universalansatz in der sexuellen Erfahrung ab. Vaginalorgasmen werden in therapeutischen Kreisen nicht als überlegen oder erstrebenswerter als klitorale Orgasmen betrachtet, stattdessen wird die Vielfalt der sexuellen Erfahrungen und Orgasmusarten als Teil des reichen Spektrums menschlicher Sexualität anerkannt. Therapeuten können Frauen, die Schwierigkeiten haben, einen Orgasmus zu erreichen, individuell angepasste Übungen oder Techniken empfehlen, um ihre sexuelle Zufriedenheit zu verbessern.
Mögliche Ursachen für das Ausbleiben des Vaginalorgasmus
Die Ursachen für das Ausbleiben des Vaginalorgasmus sind vielfältig. Beim penetrativen Sex können Männer einfacher kommen, da die Eichel als größtes Lustorgan des Mannes dabei gezielt stimuliert wird. Das Lustorgan der Frau ist weniger sichtbar, da hier empfindliche Nerven unter der Oberfläche der Vulva liegen, was das Ganze etwas komplexer macht.
Es kann auch Kopfsache sein. Wenn Frauen sich zu viel Druck machen, kann dies die Chance auf einen Orgasmus verringern. Frauen brauchen häufig etwas länger um eine Erregung aufzubauen, daher ist es wichtig sich auch die Zeit zu nehmen und sich keine Vorwürfe zu machen, wenn es mal nicht klappt. Voraussetzung für einen Vaginalorgasmus ist nämlich auch Entspanntheit – also einfach mal fallen lassen und genießen.